Warum zuckerfrei?

Ich habe nie Süßigkeiten in mich reingestopft oder zum Frühstück schon Muffins oder zuckerhaltiges Müsli gegessen. Trotzdem war es so, dass ich massenhaft Zucker zu mir genommen habe, ohne es überhaupt zu merken.

Warum steht in diesem Blog eigentlich alles unter dem Motto „zuckerfrei“?

Die Antwort ist ganz einfach: Weil es so viel gesünder ist. Weil ich – als ich angefangen habe, mich mit der kompeltten Thematik zu beschäftigen – erschrocken war, dass in einem kleinen Fruchtjoghurt um die 5 Würfelzucker stecken und man statt Orangensaft eigentlich eine Cola trinken könnte.

Ich nehme es vorweg: Ich habe mich nie besser gefühlt, als in meinem Leben ohne Zucker. Ohne Zucker stimmt ja auch nicht ganz. Schließlich nimmt man allein durch Gemüse täglich Zucker zu sich. Doch sagen wir: Ohne Zuckerzusatz. Auf jeden Fall geht es mir so viel besser heute.

Das Beste: Es ist eigentlich so leicht …

Die ersten Monate haben mich die Menschen in meinem Umfeld ständig gefragt, wie ich ohne Zucker zurecht käme. Das Unglaubliche ist: Mir fiel es nicht einen Tag schwer, denn es gibt so viele Alternativen. Ich denke der Schlüssel ist, dass ich komplett auf Zucker verzichte und nicht ab und zu mal doch ein bisschen was davon esse. Mit diesem Blog möchte ich anderen Menschen, die wenig Zucker in ihrer Nahrung haben möchten, Ideen aufzeigen, was man alles so machen kann. Und ich möchte zeigen: Es geht so leicht. Und es ist so viel besser.

Mein Ziel: Es muss praktikabel sein …

Mir ist wichtig zu sagen: Ich bin eine ganz normale Hobbyköchin. Nicht alles sieht aus wie vom Profi, und das ist auch ok. Mir ist es ein Anliegen, einfache, leckere und gesunde Sachen schnell auf den Tisch zu bringen, da ich keine drei Stunden in der Küche stehen möchte.

Der Blog spiegelt meine Erfahrungen wieder

Was ich hier weitergebe sind meine Erfahrungen und mein Geschmack. Ich esse nicht viel Fleisch, deshalb sind viele Gerichte vegetarisch. Und ich koche mit den Lebensmitteln, die ich gut vertrage. Was meine ich damit?

Ein weiteres Ziel: Blutzuckerschwankungen vermeiden

Kurz möchte ich berichten, wie es dazu kam, dass ich meine Ernährung von einem auf den anderen Tag komplett umgestellt habe: „So geht es nicht weiter.“ Nach einem Arzttermin 2015 habe ich das gewusst. Der Blutzucker war einfach schockierend hoch und ich hatte keine Lust, irgendwann in meinem Leben Insulin zu spritzen und mein Leben lang an Diabetes zu leiden. Natürlich mussten auch ein paar Kilos runter, aber ich wusste an diesem Tag: „Ich werde ab heute meine Ernährung komplett verändern“.

Wie viel Zucker ich gegessen habe

Ich habe mit einer Ernährungsapp einfach mal geschaut, wie viel Zucker ich am Tag esse. Was dabei rauskam war erschreckend. Es waren um die 20 Teelöffel. Ich aß an einem Tag drei Stücke Obst, wovon ich dachte, dass es gesund ist. Fakt ist aber: Schon alleine durch das Obst hatte ich über 10 Teelöffel Zucker intus. Dazu kommt der ganze versteckte Zucker in fertigen Saucen, Brotsorten, Joghurt usw. Außerdem aß ich oft Dinkel-Pasta, die durch den hohen Kohlehydratanteil auch starke Auswirkungen auf den Blutzucker hat. Genau das Gleiche mit Reis und Brot.

Wie viel Zucker in Ordnung ist

Obwohl ich wenig Junk Food gegessen habe, war einfach zu viel Zucker in meiner Ernährung. Es gibt ganz unterschiedliche Empfehlungen. Mein persönliches Limit liegt bei 25 Gramm pro Tag. Hier muss sich aber jeder sein eigenes Urteil bilden.

Was ich umgestellt habe

Ich habe also von einem auf den anderen Tag meine Ernährung (die – so dachte ich – gar nicht mal so schlecht war, aber einfach zu viel Zucker und Kohlenhydrate enthielt) umgestellt, das heißt konkret:

  • Keinen raffinierten Zucker, kein Weißmehl, kein weißer Reis, keine künstliche Fructose
  • Obst nur in kleinen Mengen und vor allem Beeren und Grapefruit (vorher habe ich jeden Tag bestimmt zwei Äpfel und einen Frisch gepressten O-Saft zu mir genommen)
  • So wenig Kohlenhydrate wie möglich (d. h.  Dinkelpasta oder Vollkornreis nur in Mini-Mengen und max. einmal die Woche – auch mit Quinoa, Hülsenfrüchten und Amaranth gehe ich sehr sparsam um)
  • Statt dessen viel Gemüse und Salat.
  • Dazu Fleisch oder Milchprodukte.
  • Ergänzt mit gesunden Fetten wie sie in Nüssen, Olivenöl, Rapsöl, Fisch oder Avocado stecken.
  • Keinen Alkohol.

 

Da ich viele Blogs mit vielen Fleischrezepten gefunden habe, aber wenig Abwechslung bei den Gemüse-Rezepten, habe ich relativ schnell beschlossen, dass ich meine Erfahrungen gerne weitergeben möchte. Und so ist dieser Blog „Allerlei Zuckerfrei“ entstanden.

Mein Leben hat sich superschnell verändert. Der Blutzucker ist drastisch nach unten gegangen, aber es kamen auch noch andere nette Nebenwirkungen: Ich habe ruckzuck überflüssige Kilos abgenommen. Die Haut ist viel besser. Die Haare weicher (Sowas bewirkt kein Shampoo und keine Creme der Welt!).

Ich habe gelernt: Man kann so viele Kleinigkeiten verändern, die eine so große Wirkung haben.

  • Nudeln durch Zucchini-Nudeln ersetzen
  • Kartoffeln durch Kürbis, Pastinaken und Kohlrabi ersetzen. Aus Kohlrabi kann man ganz hervorragend Pommes machen. Aus Petersilienwurzel und Sellerie auch. 
  • Margarine durch Butter ersetzen (bessere Fette)
  • Hackfleisch durch Tartare ersetzen (viel weniger Fett)
  • Gekaufte zuckerige Marmelade durch zuckerfreie Marmelade ersetzen
  • Kartoffelpüree durch Blumenkohlpüree oder Pastinakenpüree ersetzen. Oder durch meinen Favoriten: Selleriepüree.
  • Brot durch leckeres Low Carb Brot ersetzen
  • usw.

Mein Blog enthält immer wieder Hinweise für Menschen, die mit dem Blutzucker Probleme haben oder Diabetiker sind. Hier möchte ich keine Grundsatzdiskussionen entfachen, sondern einfach nur Hinweise geben, wie ich es positiv erlebt habe und innerhalb von wenigen Monaten Blutzucker und Gewicht drastisch gesenkt habe.

Weitere Infos:

Viel Spaß beim Lesen, Inspirieren lassen und Kommentieren.

Meine Erfahrungen, seit ich Goodbye zu Zucker gesagt habe:

Nach einer Woche: Kopfschmerzen und Ratlosigkeit

In der ersten Woche hatte ich wirklich schlimme Kopfschmerzen vom Zuckerentzug. Ich fühlte mich schlapp, war teilweise schlecht drauf und wusste auch einfach nicht, was ich essen sollte. Also fing ich an, Wochenpläne zu machen. Denn „mal schnell was essen“ war nicht mehr drin.

Nach einem Monat: Ich vermisse Zucker nicht mehr

Nach nur einem Monat fühlte ich mich richtig gut. Ich vermisste den Zucker nicht mehr. Mit Zucker meine ich vor allem auch Kohlenhydrate und viel Obst, denn viel Süßes habe ich nicht gegessen. Ich hatte schon einige Alternativen. Wenn ich richtig Lust auf was Süßes habe (was selten vorkam), esse ich ein Stück zuckerfreie Schokolade.

Nach 10 Wochen: 2 Kleidergrößen kleiner, super Haut und Haare

Es ging einfach so nebenbei, das Abnehmen. Ich musste mich nicht anstrengen, es kam einfach so. Die Haut war so gut, dass ich selbst im Winter keine Creme mehr benutzen muss. Wenn überhaupt sind es einzelne trockene Stellen. Hier nutze ich dann eine zusatzfreie Creme. Die Haare sind so weich wie noch nie. Inzwischen kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass ich jemals anders gelebt habe.

Nach 3 Monaten: Langzeit-Zuckerwert ist um 30 % gesunken

Ich habe den Langzeitzuckerwert beim Arzt messen lassen um zu sehen, ob sich auch medizinisch was getan hat. Tatsächlich! Das Ergebnis war phänomenal. Der Langzeitzuckerwerk war um 30 % niedriger.

Nach 6 Monaten: Der Langzeit-Zuckerwert ist perfekt und die Kilos purzeln

Nach 6 Monaten kann ich mir ein anderes Leben nicht mehr vorstellen. Meine Blutwerte sind grandios, ich habe wahnsinnig viel abgenommen und ich bin fitter als jemals zuvor. Hier findet ihr meinen ausführlichen Bericht 6 Monate ohne Zucker – ein Resümee.

Nach 9 Monaten: Bald kann ich die Tabletten absetzen

Ich habe meine Blutzuckerwerte inzwischen perfekt im Griff. Ich bin fitter und mache mehr Sport. Wirklich täglich bin ich immer noch überrascht davon, dass ich diesen Lebenswandel erst vor neun Monaten vollzogen habe. Ab und zu gibt es ein Tief oder Lust auf Pasta oder Pizza – doch im Großen und Ganzen ist es wirklich einfach. Die kompletten Blutwerte, Blutdruck und Zuckerwerte sind so gut, dass ich sogar bald die Tabletten absetzen kann. Eine Veränderung, die nur der Ernährung zu verdanken ist …